Branchenzahlen Factoring 2014

 

Branchenzahlen 2014: 

Factoringumsätze steigen weiter 

 

(Berlin, 16. April 2015)   Die Umsätze der Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes e.V. stiegen in 2014 um 10,8 Prozent auf 189,8 Mrd. Euro an.

Auf Kundenseite wird Factoring immer beliebter: 18.900 Kunden nutzen bereits die Vorteile des Factorings. Die Factoring-Quote ist auf mittlerweile 6,5 Prozent angestiegen.

Factoring konnte in 2014 an das erfreuliche Ergebnis des Vorjahres anknüpfen und den Zuwachs von 8,8 Prozent nochmals um weitere zwei Prozent steigern. In 2014 stieg das Factoring-Volumen somit insgesamt um 10,8 Prozent auf eine neue Bestmarke von 189,8 Mrd. Euro an. „Das Forderungsankaufsvolumen der Mitglieder des Verbandes knackt damit fast die 190 Mrd. Euro-Grenze, die 200 Mrd.-Marke liegt greifbar nah“, erwartet Joachim Secker, Sprecher des Vorstandes des Deutschen Factoring-Verbandes e.V. Gerade weil die deutsche Wirtschaft in 2014 „nur“ um 1,6 Prozent wuchs, offenbart der stolze Zuwachs von fast 11 Prozent im Factoring die Bedeutung, die Factoring als Finanzdienstleistung zwischenzeitlich erreicht hat.

Aufgrund des erfreulichen Umsatzwachstums stieg auch die Factoring-Quote, also das Verhältnis zwischen dem angekauften Forderungsvolumen (gemessen alleine am Umsatz der Mitgliedsunternehmen des Deutschen Factoring-Verbandes e.V.) und dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), im Ergebnis auf 6,5 Prozent an. Der Umsatz der 24 Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes e.V. bedient mittlerweile also über sechs Prozent des gesamten deutschen Bruttoinlandsproduktes! Die Mitglieder des Verbandes stehen dabei für rund 90 Prozent des gesamten deutschen Factoring-Marktes.

Auch auf Kundenseite wird Factoring immer beliebter, gerade aus dem Mittelstand nutzen immer mehr Kunden Factoring als Teil Ihres Finanzierungsmixes. In 2014 stieg die Kundenanzahl auf 18.900 und somit um knapp sieben Prozent.

 

Internationales Factoring

Besonders im Export-Factoring boomte das Geschäft (plus 19,6 Prozent auf 44,8 Mrd. Euro), wofür nicht nur der niedrige Euro-Kurs verantwortlich war. Das Importgeschäft wuchs um 4,8 Prozent auf nunmehr 3,3 Mrd. Euro.

Die Finanzmarktkrise ist im europäischen Markt nach wie vor praktisch relevant, dies zeigen auch die in Teilen geänderten Rankings der wichtigsten Partnerländer im Factoring: In den traditionell wichtigsten Partnerregionen (Osteuropa, Benelux aber erfreulicherweise auch Frankreich) gab es zwar keine Veränderungen. Am auffälligsten haben sich Asien und Italien entwickelt – beide Regionen haben sich um vier Positionen verbessert, allerdings ist Skandinavien um drei Plätze gesunken und liegt nun auf Platz sieben. Spanien verlor wiederum einen Platz und Griechenland ist sogar auf die vorletzte Position abgefallen.

 

Factoring-Branchen und Volumen

Die Top 5 der wichtigsten Schwerpunktbranchen im Factoring blieben weitgehend unverändert: Es dominieren weiterhin Handel/Handelsvermittlung, Herstellung von Metallerzeugnissen/Maschinenbau, Dienstleistungen, Fahrzeugbau und das Ernährungsgewerbe. Die Herstellung von chemischen Erzeugnissen hat sich um stolze vier Positionen (nun Platz acht) verbessert. Dies ist ein Beleg für die in 2014 expandierende Exportindustrie „Made in Germany“.

Bezogen auf das Umsatzvolumen nahm in 2014 der Anteil des Full-Service-Factorings zu, und zwar um 2,5 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent. Die Inhouse-Variante des Factoring-Geschäfts nahm um 2,4 Prozentpunkte auf 75,6 Prozent ab, fast reziprok zur Zunahme im Fullservice-Sektor. Möglicher Hintergrund ist die verstärkte Öffnung zugunsten des mittelständischen Factorings. Praktisch unverändert (minus 0,1 Prozentpunkte) war das Fälligkeits-Factoring mit nun 5,8 Prozent.

Ausblick

Für 2015 ist davon auszugehen, dass der Prozess der Marktkonsolidierung und Anbieterbereinigung anhalten wird. Dennoch dürften die grundsätzlichen Aussichten für die führenden Anbieter im Factoring für die mittelfristige Zukunft positiv ausfallen. Die Mitglieder des Verbandes gehen so auch hinsichtlich der künftigen Entwicklung im Wesentlichen mit verhaltenem Optimismus ins Jahr 2015: 50 Prozent der Mitglieder sehen eine „gute “ Entwicklung, weitere knapp 41 Prozent sehen eine jedenfalls „befriedigende“ Geschäftsentwicklung voraus. In 2013 waren es allerdings noch 64 Prozent der Mitgliedsunternehmen, die von einer „guten“ Entwicklung ausgingen.
Für die deutsche Factoring-Branche dürfte 2015 damit ein eher anspruchsvolleres Jahr werden. Factoring bleibt ein stabiler Anker in der deutschen Mittelstandsfinanzierung.


Pressekontakt:
Deutscher Factoring-Verband e.V.
RA Dr. jur. Alexander M. Moseschus, Verbandsgeschäftsführer
Behrenstr. 73, 10117 Berlin
Telefon: 030-20 654 654, Fax: 030-20 654 656
E-Mail: kontakt@factoring.de

 

 

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